Drangeblieben, an unserem Glück zu schmieden










Nur noch ein paar Wochen, dann wird bei uns schon alles abgebrochen. Umgekrempelt, neu aufgegleist zusammengepackt und abgereist. So schaut’s aus, so wird’s kommen. Die Schweiz verlassen wir in ein paar Wochen, auf unbestimmt, und mit Elan, obwohl wir viel zurücklassen. Gutes, Schlechtes, Aufregendes und Bewegendes.

Die Zeit im Zirkus ging rasend schnell vorbei. Viel haben wir gesehen, erlebt, geschafft, gemacht, gelacht, besprochen und damit gebrochen; getan, gefahren, getanzt, Sachen beim Namen genannt und uns dabei die Mäuler verbrannt. Wenig haben wir geschlafen, geschwiegen und Sachen gemieden. Wir sind weiterhin drangeblieben, an unserem Glück zu schmieden. Ob Weltreise, Monti oder beim Unterrichten überall lauern ähnliche Geschichten. Geschichten von Menschen. Sie spielen jedoch an anderen Orten, nicht der gleichen Sorten, lassen sich nicht einfach einordnen und in Schubladen versorgen. Alles kommt in neuen Gewändern, funkelnd und verzaubernd. Oft erfrischend anders, bereichernd und befreiend manchmal aber auch streng, traurig und leiernd.

Missen möchten wir jedoch nichts davon, egal was war, ist und in welcher Form. Wie auf der Weltreise jagen wir das Glück, suchen Schönheit und Intensität fernab von jeglicher Banalität. Glück kann man jagen aber nicht festhalten, schöne Momente hatten wir zuhauf und Intensität ist hier wahrlich auch keine Rarität.

Den Überblick zu bewahren ist die Devise. Wir leben mitten in den Grossstädten der Schweiz und doch sind wir hier im Zirkusmikrokosmos der Gesellschaft fern, ob Basel, Zürich oder Bern. Schön sind die vielen Besuche von Familie und Freunden; dies verbindet unsere kleine Montiwelt mit da draussen. Es lässt uns teilhaben, an den erzählten Geschichten laben, was läuft, wer läuft und wohin es geht, wer steht und nicht mehr laufen mag oder wer verzagt, dann aufsteht und weitergeht.

Es scheint nicht verkehrt diesen Weg zugehen, nicht wegzusehen, ihn in Angriff zu nehmen, zu entdecken und nichts zu verstecken. Wir sind dankbar für diese lernreiche Zeit und sind bereit, weiterzureisen, und neue Dinge zu sehen, mit neuen Kulturen zu verkehren, um dann sicherlich zu unseren lieben Menschen in der Schweiz zurückzukehren.

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