Von der ausgelassenen Party A’dams ins stickige Gewusel Delhis (3.7.15-6.7.15)

Mehr als ein Jahr ist es her, ein ganzes Jahr und noch ein paar Tage mehr – Now the world has us back! Während der düsteren Wintermonate Europas machten wir uns viele Gedanken über’s Leben und wie wir uns dazu verhalten; aus Angst, Übermut und Fluchtgedanken ergab sich in Zeiten des fehlenden Kleingelds ein Rundflug Bern-Amsterdam-Dubai-Delhi-Leh-Delhi-Colombo-Dubai-Bern.
Gestartet sind wir oder besser gesagt Janina in Tenero im Centro Sportivo mit einer Gruppe von Secunandern der NMS Bern die eine interdisziplinäre Woche besuchten, die sie als Ferien betitelten und bis zum Schluss nicht wussten, was denn daran jetzt „disziplinar“ oder „intensiv“ war (die armen Kinder verstanden das Wort nicht). Dank dem extrem ausgeklügelten Pack- und Zeitplan des Team Hofers (wer das Team etwas besser kennt, weiss, wer geklügelt hat;-) konnten wir innerhalb von dreissig Minuten ab Bahnhof Köniz bis Bahnhof Köniz das Gepäck von sommerlich-sportlich, in der Schweiz geeignet zu welttauglich und indisch-bedeckt wechseln, um pünktlich auf dem Zug Richtung Europort (Basel) zu sein. 

Einmal unterwegs konnte uns nichts mehr stoppen und wir landeten pünktlich und freudig erwartet vor unserer riesigen, stilsicher ausstaffierten Airbnb-Wohnung in Amsterdam die mit einer unglaublichen Kakteensammlung, sowie Gregi und Olivia aufwartete.
Jetzt erst einmal ein Prosecco und Knabberzeugs – äusserst holländisch, wie wir später erfahren, denn eine Holländerin isst nicht zu Abend ohne Apéro vorab. Auf nüchternen Magen etwas angeheitert suchen wir uns eine hübsche Beiz und geniessen die Abendstimmung einer Grossstadt. Endlich eine Grossstadt. Aare, Gurten, Gemütlichkeit und Reithalle sind ja ganz nett, aber das sehen wir schon ein ganzes Leben lang (naja, fast). Am nächsten Tag findet das Event, welches den Anlass für unseren Abstecher bot statt, deshalb gehen wir früh schlafen und ausserdem kann sich Janina nach ihrer Sportwoche kaum noch auf den Beinen halten.

Den Festivaltag starten wir mit gemütlichem Frühstück und Marktschlendern. Bereits werden erste Souvenirs mit Rückfluggarantie im Handgepäck der überaus zuvorkommenden Reisegefährten Gregi und Olivia ergattert. Einige Stunden später auf dem Gelände zeigen sich die Holländer und The-Pitch-Fans aus aller Welt in bester Partymanier farbig geschmückt, in schrillen Sonnenbrillen und mit gekühltem Bier in der Hand; wir passen uns an und passen rein. The Pitch wurde bereits vor zwei Jahren, also unmittelbar vor der grossen Reise, von Gregi, Oli und Benj besucht, nun soll auch Janina sich zu den DJs aus aller Welt vergnügen können. Gemeinsam with my Mexican, der unglaublich gute Sänger und begnadete Tänzer von Jungle bewegen wir uns rhythmisch in die Nacht…Der Schlusspfiff erfolgt pünktlich um 2 Uhr 30 an der Silent Party; Kopfhörer aus – Spass aus. Durch die Dunkelheit drehen wir uns unter die Decke drunter.






Es folgt ein touristischer Tag in A’dam: Velofahren, Bier trinken, rauchen für die Raucher, Kaffee trinken für die Trinker, Velofahren, Einkaufen, Frauen in Schaufenstern, Velofahren, Essen wie die Grossen, Velofahren, Sexshop, Velofahren über, neben (und in) Grachten und todmüde einschlafen. Bereits um zehn Uhr geben wir unserer Luxuswohnung mit Wüstenflair zurück an ihren extrem schnellen holländischen Vermieter und frühstücken ein letztes Mal europäisch – Idli (südindisches Frühstück) wir kommen!

Die ersten drei Tage sind bereits ins Land gezogen und wir sitzen im unglaublichen A380-800, der auf zwei Stöcken knapp 1000 Menschen transportiert und uns via Dubai nach Delhi in der Sommerausgabe - immer noch stinkig, aber jetzt auch richtig heiss - bringt.





Kommentare

  1. Gueti reis :) gruss klausi

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  2. Gute Reise und herzliche Grüsse euch beiden vom MS Norröna zwischen den Färöer Inseln (Fussballgrossmacht,man erinnere sich an das legendäre Spiel gegen die Schweiz...) und Island und dies bei deutlich tieferen Temperaturen als in Indien.
    Heit Sorg MaRu

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